Ich bin schnell satt oder habe wenig Appetit – was kann ich tun?

Das kommt unter der Behandlung häufig vor. Wichtig ist, trotzdem regelmäßig zu essen und zu trinken, um Muskelabbau und Nährstoffmangel zu vermeiden.

  • Kleine, regelmäßige Mahlzeiten: Plane 3 kleinere Mahlzeiten und bei Bedarf 1–2 proteinreiche Snacks über den Tag, auch wenn Du wenig Hunger hast.
  • Protein priorisieren: Beginne jede Mahlzeit mit einer Proteinquelle (zum Beispiel Skyr, Joghurt, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu). So erreichst Du leichter Deine Proteinziele, auch bei kleinen Portionen.
  • Nährstoffdicht essen: Wähle Lebensmittel, die auf kleinem Volumen viel Eiweiß und Nährstoffe liefern, zum Beispiel Suppen mit Hülsenfrüchten, Quark, Hüttenkäse, gedünstetes Gemüse mit Fisch oder Geflügel.
  • Ausreichend trinken: Trinke über den Tag verteilt mind. 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit, sofern Dein Ärzteteam nichts anderes empfiehlt (idealerweise Wasser, Kräutertee, Getränken ohne Zucker). Trenne größere Trinkmengen etwas von den Mahlzeiten, wenn Du Dich schnell voll fühlst.
  • Wenn feste Nahrung schwerfällt: Nutze vorübergehend leicht verdauliche Optionen wie Joghurt, Skyr, Suppen oder proteinreiche Trinkmahlzeiten.

Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist: Wenn Du über mehrere Tage kaum essen oder trinken kannst, deutlich an Gewicht verlierst, Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels bemerkst (sehr dunkler Urin, Schwindel, Mundtrockenheit) oder sich Übelkeit und Erbrechen verschlimmern, suche bitte umgehend einen niedergelassenen Arzt oder eine niedergelassene Ärztin auf.

Wichtig: Wenn Du zusätzlich Medikamente gegen Diabetes Typ 2 einnimmst, sprich bitte vorab mit Deinem Ärzteteam – bei stark reduzierter Nahrungsaufnahme kann eine Anpassung der Diabetesmedikation nötig sein. Bei zusätzlich bestehendem Diabetes können gesonderte Ernährungsvorschriften gelten; stimme Deine Ernährung daher bitte mit Deiner diabetologischen Praxis ab.

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