Ja. Veränderungen des Menstruationszyklus sind unter der Behandlung möglich. Manche Frauen berichten über stärkere oder schwächere Blutungen, unregelmäßige Zyklen, Zwischenblutungen oder eine vorübergehend ausbleibende Periode. In vielen Fällen normalisiert sich der Zyklus im Verlauf der Behandlung wieder.
Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe:
- Gewichtsverlust: Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann den Hormonhaushalt verändern. Das betrifft unter anderem Östrogen, Progesteron und Testosteron und kann vorübergehend zu Zyklusverschiebungen führen.
- Direkte hormonelle Effekte: GLP-1-Rezeptoren und GIP-Rezeptoren finden sich nicht nur im Darm und Gehirn, sondern auch in den Eierstöcken und der Gebärmutter. Die Behandlung kann deshalb auch direkt auf das Fortpflanzungssystem wirken.
- Veränderte Insulinspiegel: Durch die verbesserte Insulinempfindlichkeit sinken die Insulinspiegel. Das kann wiederum die Hormonproduktion in den Eierstöcken beeinflussen. Gerade bei Frauen mit PCOS kann sich der Zyklus dadurch auch regelmäßiger einstellen.
Wichtig ist: Die Behandlung kann dazu führen, dass der Eisprung wieder einsetzt. Dadurch kannst Du unter Umständen leichter schwanger werden als erwartet.
Wenn Deine Periode länger als 3 Monate ausbleibt, Du sehr starke oder anhaltende Blutungen hast, starke Unterleibsschmerzen bemerkst oder vermutest, schwanger zu sein, wende Dich bitte an unser Ärzteteam.
Tipp: Mehr dazu liest Du auch in unseren FAQs „Kann die Abnehmspritze meine Verhütung beeinflussen?“ und „Ich möchte schwanger werden – kann die Abnehmspritze meine Fruchtbarkeit beeinflussen?“