Adipositas im Zusammenspiel mit zu wenig Bewegung kann dazu führen, dass die Körperzellen weniger sensibel für die Wirkung von Insulin werden. Der Blutzucker steigt. Der Körper versucht dies zunächst durch eine gesteigerte Insulinproduktion auszugleichen, was die Zellen allerdings noch schlechter auf das Hormon reagieren lässt. So entsteht ein Teufelskreis: Die Bauchspeicheldrüse übernimmt sich und kann schlussendlich oft weniger Insulin ausschütten. Das Ergebnis: Der Blutzuckerspiegel ist langfristig erhöht und das Risiko für Diabetes Typ 2 steigt.
Auch Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin und ein erhöhter Triglyceridspiegel zählen zu den Faktoren, die starkes Übergewicht begünstigen kann. Bewegst Du Dich zudem zu wenig, kann dadurch Dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen.
Aufgrund des zusätzlichen Gewichts kommt es bei stark Übergewichtigen darüber hinaus häufig zu Gelenkbeschwerden. Durch Bewegung kannst Du diese Beschwerden lindern, da die Muskeln gestärkt und das Gewicht besser verteilt wird.
Wichtig ist, dass Du vorsichtig mit dem Training startest. Vermeide zu Beginn intensive Sporteinheiten, die auf die Gelenke gehen (z. B. Joggen), um ihnen nicht noch weiter zu schaden. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen und spezifisches Muskeltraining sind beispielsweise gelenkschonender.
Zu wenig Bewegung kann sich negativ auf Deine psychische Gesundheit auswirken. Da Adipositas zu Depressionen und Angstzuständen zur Folge haben kann, ist Bewegung hier oft hilfreich, um diese Beschwerden zu mildern.