Wie ernährst Du dich richtig, um Nebenwirkungen zu vermeiden – und was hilft, wenn sie trotzdem auftreten?

Das kann Beschwerden verstärken:

Fettreiche, frittierte und sehr zuckerhaltige Speisen

Diese verlangsamen die Magenentleerung zusätzlich und können Übelkeit und Völlegefühl verstärken. In den ersten Wochen (ca. Woche 1–3) besser auf leichte, fettarme Kost setzen. Langfristig sind gesunde Fette (z. B. Olivenöl, Avocado, Nüsse in moderaten Mengen) jedoch wichtig für die Energiezufuhr und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Auch große Portionen Pasta mit Sahnesoße, Fast Food oder sehr fettige Speisen lieber vermeiden.

Stark gewürzte, sehr heiße oder sehr kalte Speisen

Diese können individuell den Magen reizen. Teste vorsichtig, was dir guttut.

Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke

Können Magen-Darm-Beschwerden verstärken. 

Zu große Portionen oder zu schnelles Essen

Auch wenn das Essen gut schmeckt: Wer über sein Sättigungsgefühl hinaus isst oder zu hastig isst, kämpft mit Übelkeit und Unwohlsein.

Bei akuten Beschwerden:

Wenn dir übel ist:

Setze auf trockene, leichte Speisen wie Zwieback, Toast, Kartoffeln oder Reis. Iss kleine Bissen über den Tag verteilt. Oft helfen auch Ingwertee oder leichte Gemüsebrühe.

Bei Durchfall:

Achte besonders auf ausreichend Flüssigkeit. Elektrolytgetränke können helfen, den Mineralstoffhaushalt auszugleichen.

Bei Verstopfung:

Steigere Ballaststoffe (Gemüse, Obst, Vollkorn), trinke viel und bewege dich regelmäßig. Auch ein Spaziergang nach dem Essen hilft.

Wichtig zu wissen:

  • Die meisten Nebenwirkungen sind am Anfang am stärksten und werden nach 2–3 Wochen deutlich besser.
  • Höre auf deinen Körper und passe deine Ernährung an das an, was sich für dich gut anfühlt.
  • Bei starkem Appetitverlust oder einseitiger Ernährung können Mikronährstoff-Supplemente sinnvoll sein. Sprich uns darauf an.
  • Bei anhaltenden oder starken Beschwerden melde dich bei unserem Ärzteteam – manchmal ist eine Dosisanpassung nötig.
  • Eine professionelle Ernährungsberatung kann dich individuell unterstützen und auf deine Situation eingehen.
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Wann solltest du unbedingt ärztliche Hilfe suchen?

  • Die meisten Nebenwirkungen sind harmlos und klingen nach einigen Wochen ab. Es gibt jedoch Symptome, bei denen du dich umgehend bei einem Arzt oder einer Ärztin vor Ort melden solltest:
  • Starke, anhaltende Bauchschmerzen über mehr als 24 Stunden

  • Wiederholtes Erbrechen über mehr als 48 Stunden 

  • Anhaltende Verstopfung über mehrere Tage trotz Gegenmaßnahmen

  • Blutiger Durchfall oder schwarzer Stuhl

  • Anzeichen einer Magenentleerungsstörung: frühes Sättigungsgefühl mit Aufstoßen und Erbrechen unverdauter Nahrung

  • Starker, ungewollter Gewichtsverlust oder völlige Appetitlosigkeit über längere Zeit

  • Anzeichen von Dehydration: starker Durst, dunkler Urin, Schwindel, Verwirrtheit

  • Allergische Reaktionen (z.B. deutliche Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen, Atemnot, stark ausgeprägte Hautausschläge)
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit schweren Symptomen (z.B. kalter Schweiß, kühle oder blasse Haut, schneller Herzschlag, Sehstörungen, Verwirrtheit, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit)

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