Alkohol ist während der Behandlung nicht grundsätzlich verboten. Trotzdem solltest Du sehr zurückhaltend damit sein, weil Alkohol Nebenwirkungen verstärken und den Behandlungserfolg beeinträchtigen kann.
Warum Vorsicht wichtig ist:
- Magen-Darm-Beschwerden können stärker werden. Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen der Behandlung. Alkohol reizt die Magenschleimhaut zusätzlich und kann diese Beschwerden deutlich verstärken.
- Alkohol kann anders wirken als gewohnt. Da die Behandlung die Magenentleerung verlangsamt, bleibt Alkohol länger im Magen. Dadurch kann die Wirkung verzögert einsetzen und später stärker ausfallen als erwartet.
- Das Risiko für Unterzuckerung kann steigen. Alkohol kann den Blutzucker senken. Besonders wichtig ist das, wenn Du zusätzlich Insulin oder bestimmte Diabetes-Medikamente einnimmst.
- Das Risiko für Dehydration steigt. Sowohl Alkohol als auch Deine Behandlung können zu Flüssigkeitsverlust führen, zum Beispiel durch Erbrechen, Durchfall oder vermindertes Durstgefühl.
- Alkohol liefert viele Kalorien, aber keine wichtigen Nährstoffe. Gerade während der Behandlung ist es sinnvoller, auf Lebensmittel zu setzen, die Deinen Körper gut versorgen.
- Alkohol kann den Schlaf verschlechtern und Heißhunger fördern. Das kann Deine Gewichtsabnahme zusätzlich erschweren.
Wenn Du Alkohol trinken möchtest, achte am besten auf Folgendes:
- nur kleine Mengen
- nicht auf nüchternen Magen
- langsam trinken
- zusätzlich ausreichend Wasser trinken
- hochprozentige Getränke und süße Cocktails vermeiden
Viele Patientinnen und Patienten merken während der Behandlung außerdem, dass ihr Verlangen nach Alkohol von selbst nachlässt. Das ist eine mögliche und unbedenkliche Begleiterscheinung.
Wann Du komplett auf Alkohol verzichten solltest:
- in den ersten Wochen Deiner Behandlung
- bei jeder Dosiserhöhung, bis Du weißt, wie Dein Körper reagiert
- bei starken Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
- wenn Du zusätzlich Insulin oder Sulfonylharnstoffe einnimmst und zu Unterzuckerung neigst
- bei bekannter Lebererkrankung
- wenn Du Anzeichen von Dehydration bemerkst
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